DOPPELTES GLÜCK FÜR BALMER

Alexandre Balmer, Junior World Champion 2018

Ein lang ersehnter Traum geht in Erfüllung – Alexandre Balmer gewinnt Gold an den Weltmeisterschaften auf der Lenzerheide. Dies gleich zweimal. Nach dem Sieg im Team-Relay am Mittwoch gewinnt er am Donnerstag beim Juniorenrennen gleich seine zweite Goldmedaille. Für den jungen Neuenburger ist dies der bisher grösste Erfolg in seiner Mountainbike Karriere. Umso schöner ist es, ihn im Heimatland gemeinsam mit Freunden und Familie zu feiern.

Der Mountainbike Heim-WM Auftakt am letzten Mittwoch mit dem Team-Relay hätte für die Schweizer Delegation kaum besser laufen können. Die Schweiz ist als Titelverteidiger ins Rennen gestartet. Sie gewann bereits im letzten Jahr Gold an der WM in Cairns, AUS. Zur Titelverteidigung stellte Swiss Cycling ein sehr starkes Team zusammen. Mit Nino Schurter, Jolanda Neff, Sina Frei, Filippo Colombo und dem SCOTT development MTB Team Fahrer, Alexandre Balmer, standen die top Cracks der Schweizer Mountainbiker am Start. Alexandre fuhr nach Colombo als zweiter Fahrer die anspruchsvolle Runde. Die beiden legten gut vor. Alexandre zeigte eine sensationelle Leistung, sodass auf eine Medaille gerechnet werden konnte. Nach Alexandre waren die beiden Frauen Sina Frei und Jolanda Neff im Einsatz. Neff verkleinerte den Abstand auf die führenden Australier, konnte die deutsche U23 Fahrerin, Ronja Eibl, jedoch nicht abschütteln. Zu guter Letzt startete der einheimische Nino Schurter ins Rennen. Er fuhr ein Kopf an Kopf Rennen mit dem deutschen Elitefahrer, Manuel Fumic. Schurter bewies allen, wer der Stärkere ist und brachte der Schweiz die erste Goldmedaille nach Hause. Für Alexandre war es eine riesen Ehre, gemeinsam mit den besten Mountainbikern der Welt ein Rennen zu bestreiten. Dieses vor Heimpublikum zu gewinnen, war ein sehr emotionaler Moment.

Gleich am nächsten Tag wurde es für Balmer zum zweiten Mal Ernst. Am Donnerstagnachmittag standen die besten Junioren der Welt auf der Lenzerheide am Start. Alexandre stand in einer Favoritenrolle an der Startlinie. Der Druck war hoch und die Last auf seinen Schultern enorm. In der ersten von insgesamt sechs Runden liess sich die Anspannung spüren. Er fuhr nach der ersten Runde «bloss» als zehnter über die Ziellinie. Lässt sich die Anstrengung vom Rennen am Tag zuvor spüren? An der Spitze fuhr praktisch während dem ganzen Rennen der Franzose Mathis Azzaro. Er fuhr einen beträchtlichen Vorsprung heraus. Nach ihm folgte der Deutsche Leon Reinhard Kaiser. Ziemlich bald erschien dann jedoch Alexandre gemeinsam mit seinem Landesgefährten, Loris Rouiller an dritter und vierter Position. Die nächsten drei Runden fuhren sie zusammen, bis Alexandre das Tempo verschärfte und auf den zweitplatzierten Kaiser aufschliessen konnte. Kurz vor Schluss gelang es ihnen, den Führenden einzuholen und sich von ihm zu distanzieren.  Nun war ein Sieg plötzlich in Reichweite. Gemeinsam fuhren sie die letzte Runde. Es gelang Alexandre nicht, seinen letzten Rivalen abzuschütteln. Erst rund einen Kilometer vor dem Ziel öffnete sich eine kleine Lücke nach hinten und Alexandre fuhr mit zwei Sekunden Vorsprung, völlig aufgelöst und ausgepowert, als erster über die Ziellinie. Die Freude war riesig und die Emotionen unbeschreiblich schön. Das gesamte Team, Familie, Freunde und Fans waren überwältigt und völlig aus dem Häuschen. Er hat es geschafft. Die ganze Last löste sich von Alexandres Schultern. Kaum zu glauben, was er in seinen jungen Jahren bereits erreicht hat. Wir sind davon überzeugt, dass weitere Erfolge folgen werden.

In zwei Wochen steht Alexandre an den Strassenweltmeisterschaften in Innsbruck am Start, wo er auf jeden Fall für Überraschung sorgen kann. Holt er sich sein drittes Regenbogentrikot?

Impressionen

Fotos von: Ego Promotion, Phil Gale, Emmie Collinge

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